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Nach wie vor gehört die von der Projektgruppe "Judentum im Kraichgau" der Realschule Waibstadt in Zusammenarbeit mit dem Adolf-Schmitthenner-Gymnasiums Neckarbischofsheim ausgerichtete alljährliche Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht zum Schulleben beider Schulen. Dabei wurde auch an die Deportation badischer Juden nach Gurs gedacht. So hatten sich auch in diesem Jahr neben den Schülerinnen und Schüler beider Schulen auch einige, wenige Einwohner von Waibstadt und umliegenden Gemeinden, darunter auch Bürgermeister Joachim Locher und Bürgermeisterin Tanja Grether, bei typischen Novemberwetter -leichter Nieselregen und nebelverhangenem Wald- zur Gedenkfeier im  Dr. Hermann-Weil-Denkmal (Mausoleum) im Mühlbergwald in Waibstadt eingefunden.  Sie alle wurden von Schulleiter Klaus Sauer von der Waibstadter Realschule begrüßt. Gleich zu Beginn bedankte sich Rektor Sauer bei allen Mitwirkenden und besonders bei der Gesamtorganisatorin Marion Guttmann für die Gestaltung der Gedenkfeier.

"Um aus den schrecklichen Geschehnisse um den 9. November 1938 zu lernen, müssen wir uns daran erinnern und die Erinnerung weitergeben an Euch, die nächste Generation", sagte eingangs ihrer Gedenkansprache Bürgermeisterin Tanja Grether (Neckarbischofsheim). 79 Jahre sei es her, dass in jener Nacht zum 9. November 1938 die Synagogen, auch die in Neckarbischofsheim, niedergebrannt und zerstört wurden und in der ganzen Region jüdischer Besitz geplündert und Juden in Konzentrationslager abtransportiert wurden. Das besonders Gräuliche daran war, dass man mit den selben Personen noch kurz zuvor im selben Verein Sport getrieben oder gesungen hatte, Handel getrieben oder sich von dem jüdischen Arzt hatte helfen lassen. Es habe sich um Menschen gehandelt, die voll und ganz in der deutschen Gesellschaft integriert waren und man dann durch Lügen und gezielte Propaganda beängstigend schnell aus der deutschen Gesellschaft herausgeekelt habe. Bis Kriegsbeginn seien mehr als 250 staatliche antijüdische Maßnahmen verkündet und durchgeführt worden. Wer sich dagegen wehrte, war Staatsfeind. Bei jeder einzelnen dieser Maßnahmen hätte das Volk Nein sagen können und müssen. Eines sei klar: "Keine Gesellschaft ist vor solchen Irrwegen, wie 1938 geschehen, gefeit und daher ist es ja so wichtig, dass wir unsere Stimme erheben, rechtzeitig und gemeinsam", betonte Bürgermeisterin Grether.  Sie gab den Schülerinnen und Schüler mit auf den Weg: "Folgt nicht blindlings der Masse, informiert Euch umfassend, stellt Fragen und sagt auch mal Nein, wenn alle anderen Ja sagen." Umrahmt wurde die gut einstündige Gedenkveranstaltung von Schülerinnen und Schüler beider Schulen mit einem Liedern, mit Klezmer-Musikstücken, Gedichten, einer szenischen Lesung zum Verlauf der Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, sowie dem Verlesen der Erinnerungen der Holocaustüberlebende Hannelore Zürndorfer. Beeindruckend war die Zeitreise "Doch die Geschichte endete anders." Die Gedenkveranstaltung endete traditionsgemäß mit Fürbitten und dem Entzünden von sechs Gedenkkerzen zur Erinnerung an die ermordeten Juden und zur Mahnung, sowie dem Dank von Marion Guttmann an alle Mitwirkenden, die zu dieser Gedenkstunde beigetragen haben.

Bild: Die Realschule Waibstadt und das Adolf-Schmitthenner-Gymnasium Neckarbischofsheim hatten in einer gemeinsamen Gedenkfeier der Reichspogromnacht im Innenhof des Mausoleums gedacht.

                Foto: Adam Jäger

 

 

 

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