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Pfingstferien vom 11.06 bis 21.06.2019 Bundesjugendspiele am 25.06.2019

© Rhein-Neckar-Zeitung 

RNZ Artikel vom 10.04.2019 von  Berthold Jürriens

Wenn der Hass aus dem Internet kommt

Peter Sommerhalter (li.) überreichte Schulleiter Klaus Sauer das Zertifikat für die Teilnahme am Präventionsprogramm „Wir alle gegen Cybermobbing“. Foto: Berthold Jürriens 

Realschule Waibstadt als „Schule gegen Cybermobbing“ zertifiziert – Siebtklässler gestalteten Elternabend

Waibstadt. Hänseleien in der Pause, Schubsen auf dem Schulhof. Das war vor Jahrzehnten ganz normal, sicherlich auch schmerzhaft, aber wesentlich fairer als heutige Mobbingmethoden. Denn man konnte weglaufen oder dem Täter in die Augen schauen und ihn verbal zur Rede stellen. Beim Cybermobbing gebe es beim „virtuellen Drangsalieren kein Entkommen, keinen privaten Rückzugsort mehr“, erklärt Peter Sommerhalter, der Präventionsleiter und Medienberater beim Verein „Bündnis gegen Cybermobbing“. Außerdem sei die Hemmschwelle beim absichtlichen Beleidigen oder Belästigen anderer mithilfe des Internets und Mobiltelefons niedriger.

Mal sind es das Aussehen oder die Kleidung, mal das Verhalten oder Fotos in sozialen Netzwerken: Die Anlässe für Mobbing unter Kindern und Jugendlichen sind mitunter banal. Die Auswirkungen können aber gravierend sein. Wer und wie viele Menschen hinter den Angriffen stünden, sei für die Betroffenen oft nicht mehr nachvollziehbar. Das Karlsruher Netzwerk, in dem Pädagogen, Juristen, Mediziner, Forscher und andere engagierte Persönlichkeiten aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gegen die unheimliche Gewaltwelle aus dem Internet vorgehen, könne sich vor Beratungs- und Fortbildungsterminen kaum retten, berichtet der Pädagoge über die Zunahme dieses gesellschaftlichen Problems.

Auch das Interesse in der Realschule ist an diesem ungewöhnlichen Elternabend groß, bei dem die Jungen und Mädchen der siebten Klassen im Mittelpunkt stehen, die mit dieser Veranstaltung ein Teil des Präventionsprogramms zur nachhaltigen Bekämpfung gegen Cybermobbing sind. Damit hatten sich die Realschüler in den letzten Wochen intensiv beschäftigt, nachdem bereits Lehrer an einer Fortbildung teilgenommen hatten. Mit Präsentationen, szenischen Darstellungen, klugen Filmen und Comics sowie einer Schülerbefragung verschiedener Klassen zeigten die Schüler ihr Wissen und gaben unter anderem Antworten auf die Fragen: „Wie erkennt man Cybermobbing-Opfer? Was kann ich tun, um zu helfen? Wie schütze ich mich davor?“.

Deutlich wurden dabei die Gefahren der sozialen Netzwerke und der Messenger-Dienste aufgezeigt. Die veröffentlichten Texte, Fotos oder Videos werden weiterverbreitet und weiteren Menschen zugänglich gemacht. Umfang und Auswirkungen der Veröffentlichungen zum Nachteil des Opfers sind somit weder zu steuern, noch sind sie überschaubar. Aussagen wie: „Das war nur Spaß“ seien der Beweis für das Fehlen von Unrechtsbewusstsein bei vielen jungen Menschen. „Hilfe holen ist kein Petzen“, sagte Sommerhalter, der dafür plädierte, dass man „frühzeitig Kante zeigen müsse gegen die Täter“.

Auch praktische Tipps hatten die Schüler parat, wie die Privatsphäre im Internet zu schützen, Passwörter regelmäßig zu ändern und nicht jedes private Problem und lustig gemeinte Foto ins Netz zu stellen. Vor allem die Eltern nahm der bundesweit gefragte Experte in die Pflicht: „In die eine Welt im Straßenverkehr wird man begleitet, an die Hand genommen und quasi an der Klassentür abgegeben. In die andere Welt des Internets wird man so reingeschmissen. Getreu dem Motto: Hier hast du ein Smartphone.“ Und dann bleibe das Kind oder der Jugendliche oft sich selbst überlassen. Die Risiken erkennen, die Kinder zu sensibilisieren und zu begleiten, Regeln aufzustellen und sich selbst daran zu halten, das seien Aufgaben der Eltern.

Das Zertifikat „Wir alle gegen Cybermobbing“, das von der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank gefördert wird, überreichte Sommerhalter Schulleiter Klaus Sauer abschließend gerne. Gerade Bildungseinrichtungen müssten ein klares Zeichen gegen Mobbing und Cybermobbing setzen und Lehrkräfte und Schüler dafür sensibilisieren, dass ein solches Verhalten in unserer Gesellschaft nicht geduldet werde. „Wenn dann die Schüler wie hier die Siebtklässler als Multiplikatoren dienen, umso besser“, lobte er das Engagement der Schüler für deren vorbildliche Arbeit und die Präventionsarbeit der Schule.

Sinsheimer Nachrichten vom Mittwoch, 10. April 2019, Seite 5
 
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